| Aktuelles |
Stand:
04.06.2010
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Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 04.06.2010
Mehrwertsteuererhöhung für Tierfutter hätte für Tierheime und
Gesellschaft schwerwiegende Folgen
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Laut Medienberichten denkt die Bundesregierung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für Tiernahrung von 7 auf 19 Prozent nach. Das deckt sich mit Äußerungen der Koalition in der Vergangenheit. Der Deutsche Tierschutzbund sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für Tierfutter kritisch: Die Tierheime sind derzeit in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Eine zusätzliche Mehrwertsteuererhöhung um 12 Prozent würde die Bewirtschaftungskosten erheblich erhöhen. Zudem ist zu befürchten, dass Tierhalter die artgerechte Ernährung ihrer Heimtiere vernachlässigen werden bzw. noch mehr Tiere als bisher aus finanziellen Gründen abgegeben werden müssen. Somit würden sich auch Betreuungskosten erhöhen.
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Dem Deutschen Tierschutzbund sind mehr als 700 Tierschutzvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen. Futtermittelkosten machen einen großen Anteil der Gesamtkosten aus, die für den Betrieb eines Tierheimes oder einer Auffangstation aufgebracht werden müssen. In den Tierheimen werden jährlich 300.000 Tiere betreut. „Viele der Tierheime stehen schon jetzt vor wirtschaftlich kaum mehr zu bewältigenden Aufgaben. Tierheime übernehmen vielfach öffentliche Aufgaben, ohne dass die Kommunen, die Länder oder der Bund dafür kostendeckende Zuschüsse zahlen. Jede weitere Kostenerhöhung bringt noch mehr Tierheime an den Rand des Abgrunds, und dies ist der Politik wohlbekannt“, erläutert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Neben der direkten Kostenerhöhung bei Futtermitteln befürchtet der Verband noch gravierendere Folgen für den Tierschutz und die Gesellschaft: Schon jetzt wird jedes vierte Tier im Tierheim aus finanziellen Gründen abgegeben, Tendenz steigend. Unter den Betroffenen befinden sich alle gesellschaftlichen Gruppen: sozialschwache Familien und Einzelpersonen bis zu älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet, dass in Folge der Kostensteigerung für Privathaushalte auch die Abgabezahlen in Tierheimen steigen könnten. Das hätte auch gesamtgesellschaftliche Folgen: Die Zahl der Haushalte ohne Tiere würde steigen. Erwiesen ist aber, dass gerade Tiere für das soziale Miteinander förderlich wirken, abgesehen von therapeutischen Funktionen. „Wir wollen früh genug darauf aufmerksam machen, was die Folgen von Steuererhöhungen sein können. Und wir hoffen, dass die Befürworter der Erhöhung im Bundeskabinett am kommenden Sonntag und Montag (6./7.6.) keine Mehrheit finden. Das wäre im Sinne des Tierschutzes, im Sinne von Mensch und Tier“, so Apel. |
Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 06.04.2010
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ZDF-Magazin Frontal21 zeigt grausames Tierleid auf deutschen Schlachthöfen |
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Der heutige Beitrag bei Frontal21 dokumentiert, was der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren anprangert: Die Zustände in Schlachthöfen sind zum Teil katastrophal. Regelmäßige Besuche von Tierärzten des Deutschen Tierschutzbundes bestätigen die Situation. Tiere werden oft nicht richtig betäubt und nicht korrekt entblutet. Das bedeutet schlimmste Tierquälerei, die gegen geltendes Recht verstößt. So sterben jährlich ca. 150.000 Rinder qualvoll, weil sie fehl betäubt werden. Etwa 500.000 Schweine werden jedes Jahr beim Abstechen vergessen oder nicht richtig abgestochen. Das heißt, sie sterben nicht durch Blutentzug, sondern wachen wieder auf, wenn das Fließband sie in die weitere Verarbeitung befördert. Ein Katalog verschiedener Maßnahmen könnte das Tierleid verringern: besser geschultes Personal, zuverlässigere technische Geräte und regelmäßigere Kontrollen.
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Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 25.03.2010
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ster-Warnung: Trickserei mit Käfigei –Gefärbte Eier ohne Kennzeichnung
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Gekochte und gefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Vielen Verbrauchern, die gefärbte Ostereier erwerben, ist dies nicht bewusst. Doch unter der Farbschicht verbergen sich häufig Käfigeier. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an die Verbraucher, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Boden-, Freiland oder Biohaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen etc. geboten: Häufig werden hierfür Käfigeier verwendet.
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Auch in Deutschland gibt es weiter Käfighaltung von Legehennen, stellt der Deutsche Tierschutzbund fest. Statt in den alten Käfigsysteme werden Millionen Legehennen nun in den sogenannten Kleingruppen- Käfigen eingepfercht. Während frische Schaleneier nach dem Haltungssystem gekennzeichnet werden müssen, ist diese Angabe für gefärbte Eier und Fertigprodukte mit Ei nicht erforderlich. „Die Lücke in der Kennzeichnung nutzt die Eierindustrie, um die Verbraucher zu täuschen und Käfigqual zu verstecken. Das gilt für viele Fertigprodukte, aber das gilt im Besonderen für bunte Eier. Da gilt „Kein Ei mit 3, kein Ei aus Quälerei“. Finger weg von gefärbten Eiern, wenn diese nicht klar als Boden-, Freiland- oder Biohaltung gekennzeichnet sind“, rät Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes in seinem Osterappell 2010. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine verpflichtende Kennzeichnung von Fertigprodukten entsprechend den Haltungssystemen der Legehennen. Zudem warnt der Verband auch vor Fertigprodukten, in denen Eier verarbeitet werden. In diesen Produkten werden jährlich Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung verarbeitet. Dazu gehört zum Beispiel der gerade zu Ostern beliebte Eierlikör, z.B. der Marke Verpoorten. Aber auch viele andere Unternehmen verwenden Käfigeier, ohne dies für den Verbraucher deutlich zu machen. Viele verbannen Käfigeier Handelsunternehmen und Discounter, sowie Hotelketten und auch einzelne Unternehmen, die Eier verarbeiten, haben den Wunsch der Verbraucher längst erkannt. Die Eier mit der 3 aus der Käfighaltung sind weder als Frühstücksei, verarbeitet noch getarnt als bunte Eier im Angebot. Die Liste der Unternehmen, die keine Käfigeier mehr anbieten, können Interessierte als „Einkaufstipps“ unter www.tierschutzbund.de herunterladen. |